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Raku

Vor rund vierhundert Jahren entstand die Rakutechnik in Japan. Damals produzierte Chojiro, ein koreanischer Töpfer, Ziegel und Gebrauchskeramik, welche er glühend aus dem Ofen nahm und rasch abkühlen ließ. Eines Tages lernte der Teezeremonienmeister Sen no Rikyu Chojiro kennen und war von der Einfachheit seiner Keramik fasziniert. So ersetzten bald mit Rakutechnik gefertigte Teeschalen die chinesischen Porzellanschalen. Chojiro wurde mit einem goldenen Stempel mit dem Schriftzeichen "Raku" geehrt, was so viel wie "Genuss der Muße" bedeutet. Seitdem trägt seine Familie den Nachnamen Raku und hat noch heute eine Werkstatt in Kjoto.

Rakukeramik wird mit einem eigenen Rakuton getöpfert. Dieser Ton hat einen sehr hohen Schamott-Anteil (Schamott ist schon gebrannter, zermahlener Ton, der in den frischen Ton eingearbeitet ist), ist deshalb stabiler und verträgt dadurch den Temperaturschock. Das gefertigte Stück kommt nach der Trocknungsphase zum "Schrühbrand" (900°C) in den Elektroofen. Durch den Schrühbrand wird die Keramik widerstandsfähig und die letzte Feuchtigkeit entzogen, dabei schrumpft das Stück um rund 5-10%. Anschließend wird die ausgekühlte Keramik mit einer speziellen Rakuglasur (Glasur ist in Wasser gelöstes pulverisiertes Glas) überzogen

Nun kommt das eigentliche Geheimnis der Rakutechnik: Die stellenweise glasierten Stücke werden in einem Gasofen (dem Rakuofen) innerhalb einer Stunde auf 1000°C erhitzt (dabei schmilzt das Glas der Glasur aus und bildet den typischen, glatten Überzug).

Dann wird jedes Stück noch glühend mit einer speziellen Zange herausgenommen. Durch den Temperaturschock entstehen in der Glasur hauchdünne, unsichtbare Sprünge.

Die noch ca.900° heißen Stücke werden in eine Kiste mit trockenem, brennbarem, organischem Material (z.B.: Sägespäne, Blätter, Nadeln, ...) gegeben.

Sobald genug Material Feuer gefangen hat, wird die Kiste geschlossen. Durch den Rauch färben sich die nicht glasierten Stellen der Keramik schwarz.

Auch die durch den Temperaturschock entstandenen Sprünge in der Glasur färben sich schwarz und bilden das für Raku typische Kraklee, ein Gitter aus feinen, schwarzen Linien.

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Rauchbrand

Der Rauchbrand ist die wohl älteste Art, Keramik zu fertigen. Dabei werden die getöpferten Stücke im offenen Holzfeuer gebrannt. Unterschiedliche Brennstoffe (verschiedene Holzarten, Laub, Nadeln, Tannenzapfen, Rinden,...) erzeugen dabei verschiedene Farbtöne auf der Keramik.

Bei der moderneren Form dieser Technik werden zusätzlich Stoffe wie Eisenoxid, Kupfersulfat,... verwendet um kräftigere Farben zu erzielen.

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Eisenbrand

Beim Eisenbrand wird die Keramik im Gasofen erhitzt und glühend herausgenommen. In die Oberfläche der noch heißen Keramik werden dann Stroh, Blätter, Tierhaare und Salze eingebrannt. Durch Aufdampfen von Chemikalien (wie Eisenchlorid) kann man den Stücken dann gezielt Farbe verleihen, wobei sich je nach Temperatur der Keramik sehr verschiedene Farbtöne ergeben.

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Glasurbrand

Glasurbrand ist die heute gebräuchlichste Brenntechnik. Die gefertigten Stücke werden im Elektroofen gebrannt, wobei vor dem zweiten Brand Glasur aufgetragen wird. Der Abkühlprozess erfolgt sehr langsam, um Rissbildung zu vermeiden.

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